Der Monat neigt sich dem Ende zu – und auch dieses Mal werden wir wieder die Top10 auf Basis der vergangenen 30 Tage verkünden.

Typischer Vertreter von unauffällig und gut: der Durchbruch-Camry - lange Zeit bestverkauftes Auto der USA, in Deutschland nie gewürdigt

Und diesmal kündigt sich eine Sensation an: Nicht nur, dass der Calibra auf höchst prominenter Position vertreten sein wird – nein, diesmal werde einer, vermutlich sogar 2 Japan-Youngtimer in den Top 10 sein: der Mazda 929 und der Mitsubishi Sigma.

Erst zweimal waren Japaner überhaupt so weit oben: Der Dauerbrenner Toyota Celica und einmal ganz kurz der Subaru Legacy.

Gleichzeitig sehen wir im Rating der Sportler von der Stange ein sehr gutes Abschneiden des Honda Prelude, der ein paar stunden lang sogar auf Platz 1 war… Trendwende?

Nein… sicherlich nicht.

Whow - Linie und Stil - mit dem hätte man lässig Starsky & Hutch outperformen können. Heute einer der coolstmöglichen cruiser

Wir persönlich sind ja Fans japanischer Youngtimer – nicht nur wegen der beiden Lexi, von denen wir den ersten kürzlich spontan verkauft haben. Japanische Youngtimer haben in diesem Land einfach keine Lobby. Tolle Wagen wie die Lexi, die älteren Camry oder gar ein Toyota Crown… Meist erntet man nur ratloses Schulterzucken, die meisten wissen gar nicht, wie die eigentlich aussehen.

Immer, wenn wir dazu wieder was veröffentlichen, bekommen wir Kommentare und Mails, die sagen: „Whow, cool, das ist ja mal ein richtig guter Tip, was sehr individuelles.“

Tja – aber die Masse des Volkes liest lieber W124. Wieso ist das eigentlich so? Der Kern der Youngtimer-Fahrer ist in einer Zeit aufgewachsen, in der japanische Autos keinen Ruf hatten, beinahe nichts wert waren – zumindest am Stammtisch. Hier und da hörte man erste Berichte, dass diese Toyotas unglaublich robust seine, ein alter Datsun 200.000 Kilometer geschafft haben sollte – und diese Geländewagen seine formidabel robust…

Aber wenn man als Teenager der Frage ausgeliefert war „Was für ein Auto fährt Dein Vater denn?“, dann geriet man als Sohn eines Japan-Fahrers ins Schwitzen. Du kennst das: Thorstens Vater fährt einen Senator, Joachims Dad hat einen W123 und Stephans Vater den neuen Passat. Und dann starren dich alle an und Du sagst „Carina II 16v“. Das Gelächter ist erwartbar und gelernt.

„N Reiskocher….!  huaaa ha ha ha….!“

Und irgendwo in dieser Phase kindlicher Prägung setzt sich bei vielen Jungs der feste Wille: „Wen ich mal 18 bin, kauf ich mir ’n Golf, komme, was da wolle, ich will dazugehören. Da soll mir die fehlende Servolenkung und die Wasser- und Brot Ausstattung doch egal sein – nur endlich dem Spott entgehen!“

Die mangelnde frühkindliche Faszination spielt sicher in dem Bereich eine größere Rolle, als man glaubt. Wenn die Saat gesät wird… dann kommt man in die große weite Welt – die Welt der Hotels und Dienstwagen… Und die sind in Deutschland ja immer von Deutschen Firmen – am besten die Premium-Riege. Hier gilt in Deutschland: Lieber einen übel ausgestatteten A4 vor der Tür haben als einen praxisgerechten Mondeo, der für 5.000€ weniger ausreichend Raum für die Familie bieten würde. Was nehmen die Kinder auch immer das ganze Geraffel mit? Und wer braucht die ganzen Schuhe? Und muss der Hund immer so tief einatmen….?

Im Dienstwagenland Deutschland spielt die praktische Anwendung im Grunde keine Rolle mehr – und so sind wir alle aufgewachsen. Dass ich die Japaner unglaublich weiterentwickelt haben, ist nie ganz in den Köpfen angekommen – aber immerhin gibt es heute Koreaner, was Japaner im Jetzt ein bisserl aufwertet – aber hilft das in der kollektiven Youngtimer-Erinnerung? Wir geben die Hoffnung nicht auf – als Schmankerl hier ein historisch wertvoller Artikel von 1995 ;-> http://www.youngtimer-portal.de/japan_youngtimer.htm ach… die Scfhrulligkeit ist dahin – die Ersatzteilprobleme fast Vergangenheit… Es könnte so schön sein ;-> Wir bleiben dran!

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Über YoungtimerBlog

Allwissenheit zum Thema Youngtimer

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  1. Alexander sagt:

    Sehr schöner Bericht, der mal wieder zeigt, wie wichtig den meisten das Image ist! -Mittlerweile sehe ich das als echten Vorteil, -hierdurch holt man sich mit einem japanischen Youngtimer eben etwas sehr individuelles ins Haus, was zuverlässig ist und nicht viel Kostet. -Man kann unter garantie davon ausgehen, daß man auf dem nächsten Treffen eben nicht einer von vielen ist!
    http://www.mazdayoungtimer.de

  2. Michael sagt:

    Nicht nur das der „Reiskocher“ meistens günstiger ist und die bessere Ausstattung hat.
    Um sich mit dem deutschen Einheitsbrei optisch etwas von der Masse abzuheben muss man viele viele Taler investieren.. Und schlussendlich bleibt es doch ein la…..ger Golf..
    Man gönne sich doch mal den Spaß und zähle bei der nächsten 20km Fahrt die Golfs 😉
    Mit etwas Glück bleibt man unter einer 3-stelligen Zahl 😉
    Mit einem Lexus z.B. passiert einem das auf keinen Fall!
    Und auch mit sonstigen Youngtimer aus dem „Land der aufgehenden Sonne“ passiert einem das nicht.

    Grüße von einem der schon mit 18 „Reiskocher“ gefahren ist und noch nie ein deutsches Auto besessen hat 😉

    P.S. Schöner Bericht!

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