Jetzt mal ehrlich: Diese Front!
Und dann das: Das Heck!

Hatte irgendwie was von Ostblock-Design- aber aus heutiger Sicht hat das schon wieder bizarren Charme
Was um alles in der Welt haben sich die Wolfsburger gedacht, als sie den Passat B3 als Nachfolger des unzweifelhaft ausgewogen gestalteten Passat B2 auf die Beine gestellt haben?
Die wichtigste Design-Sünde stellte bei diesem Wagen zweifelsohne der Kühlergrill dar – oder präziser: Das vollkommene Fehlen des solchen beim Passat B3. Mit dem späteren B4 wurde dieser Fehler schamhaft korrigiert – in den Jahren zuvor gab es im Zubehör tatsächlich gestaltete Klebefolien, mit denen Passat-Besitzer vorgaukeln konnten, einen Kühlergrill zu besitzen.
Das muss auch erfolgsverwöhnten VW-Managern zu denken geben. Ein damals populäres Gerücht in der Automobilbranche sagte, dass der B3 dem Passat B2 so unähnlich war, dass der Automobile “Supercomputer” Cray ihn nicht in der Ahnenreihe der Passat-Modelle akzeptieren wollte. Vermutlich ein Gerücht, das neidische Ford- oder Opel-Mitarbeiter in die Welt gesetzt haben – denn der Passat verkaufte sich hervorragend und vor allem besser als zeitgenössische Vectra A und Ford Sierra - wenn auch mit ein paar kleinen Anlaufschwierigkeiten der besonderen Art.

Passat als Youngtimer in gutem Zustand gibt es reichlich - teil bereits ab ein paar Hundert Euro - billiger wird der nicht mehr...
Höchste Unzufriedenheit stellte sich nämlich [zurecht] bei den Kunden ein, die den Wagen mit 72PS erworben hatten. Was beim Vorgänger noch eine ausreichende Motorisierung war [Den Vorgänger gab es ja sogar noch mit 55PS!], stellte sich beim neuen, größeren Modell als schmerzhafte Motorisierung heraus, die den Wagen nur unter gefühlter Aufwendung siebenstelliger Drehzahlen auf die Autobahn befördern wollte.
War der Passat B2 neben dem populären Kombi als Schräghecklimousine zu haben und damit auch für nonkonformistische Sozialkundelehrer akzeptabel, gab es beim B3 keine Wahl mehr: Wer eine Limousine wollte, der musste zum häßlichen Stufenheck greifen [und damit quasi die historische Fortsetzung des erfolglosen Santana kaufen.
Als Youngtimer macht das die Limousine mittlerweile begehrenswert - während der B3
Kombi auch heute noch hier und da in Alltagshand gefahren wird und im täglichen Einsatz zum Baumarkt gefoltert wird, haben sich die Limousinen in artig spießigen Händen gemütlich gemacht. Wer heute den schrillen Passat ohne Kühlergrill fahren will, wird daher immer noch in
überproportionalen Maße fündig. Die beste Wahl sind die Modelle mit Automatik – beide Komponenten – Motor und Getriebe – sind hier auffallend langlebig. Die beste Maschine aus der Motorenpalette ist der erprobte 1.8er.
Wie überhaupt in vielerlei Hinsicht die VWs der späten 80er, auch der Golf II oder der Jetta

Unschön und in dieser Härte nur ganz selten zu sehen, da der Passat unterm Strich als Limousine eher als gepflegt gelten darf
vom Typ 19, zu den haltbarsten Volkswagen gehören, die je gebaut wurden. Auch der Passat 3B macht hier mit seinem robusten Innenraum und der sehr bealstbaren Karosserie keine Ausnahme: Laufleistungen weit jenseits der 250.000 sind hier keine Seltenheit. Schwachstellen sind die Faltenbälge der Antriebswellen, Bremsbeläge vorne, hier und da mal ein Radlager und leider auch der eine oder andere Rost am Unterboden.
Dafür bekommt man wirklich gute Exemplare mit gutem Innenraum und ohne Rost hier und da schon unter 1.000€ – eine überschaubare Investition für einen 20jährigen, dessen unspektakuläre Vorfahren mittlerweile eher wieder auf die 4.000€ zumarschieren – und das wird auch hier passieren.


[...] der Schlafaugen-Front mit den runden Scheinwerfern verabschiedeten sich die Wolfsburger. Buuh. Der Passat B3 war der hässlichste bislang – der Polo 86cwar stark facegeliftet und könnte einem heute im [...]
Tja ich mag aus der Reihe tanzen, aber ich finde gerade die Stufenheck Limousine ein ganz herrliches Auto.
Damals technisch modern mit aufgeladenen (G60) und 6 Zylinder Motoren, durch den Quermotor mit einem Rieseninnenraum !
Die Front wurde als Stilelement des Auto 2000 übernommen – das dürfte doch bekannt sein oder ?
Das Auto ist superhässlich und hat einen klapprigen Innenraum. ABER: Geniale Sitze und einen unkapputbaren Motor (107 PS).
Das Schönste beim GL-Stufenheck: Die Rückbank, bei der sich die Sitzplätze in der Neigung verstellen lassen. Hinten sind mit Abstand die besten Plätze. Leider hat man als Fahrer nichts davon, es sei denn, man will ein Taxi betreiben.
Unserer ging nach der Ausmusterung in den ganz fernen Osten (Tadschikistan). Die beiden Käufer waren sehr zufrieden.
[...] I Polo II Jetta I Jetta II Passat B2 Passat B3 Scirocco II Corrado Golf GTI [...]
[...] der kaum eine spezifische Qualität aufzuweisen hatte, die ihn von der Konkurrenz unterschied. Der Passat begann nach höherem zu streben, Ford konzentrierte sich mit Mondeo und Focus auf Sportlichkeit [...]
[...] kam – auf eine Welt, in der Schrägheck bei Limousinen gerade abgeschafft wurde [siehe etwa Passat kurze Zeit später]. Ebenso war auf den konservativen Märkten bereits klar geworden, dass der [...]
[...] seinem Nachfolger ist er zudem entschieden hübscher, obwohl sich das ja bekanntlich nicht objektivieren [...]
Sorry – aber man kann es drehen und wenden wie man will. Dieses Auto ist einfach zutiefst hässlich. Megahässlich, sogar. Eigentlich gibt es keine Worte zu beschreiben was für ein Grauen auf Rädern da aus Wolfsburg aus uns los gelassen wurde.
Der Passat B3 mag als Youngtimer mittlerweile an der Schwelle zur Kultigkeit stehen, aber die VW-Innenräume der 80er und frühen 90er Jahre sind sowas von ungemütlich, hässlich und verhärmt, dass ein Aufenthalt in diesen Fahrzeuge an den in einer Ausnüchterungszelle erinnert. Nicht dass ich das schon mal erlebt hätte, aber mit meiner lebhaften Phantasie…
[...] erste Wahl – und aus heutiger Sicht muss man, ähnlich wie bei den typischen Mega-Konbis Passat oder Subaru Legacy, auf die Limousine werfen. Der Kombi ist einerseits natürlich immer größerem [...]