Anlage-Tip: Schräge Koreaner – jetzt sichern

Der Celica war noch auf das amerikanischen Publikum ausgerichtet - als die Youngtimer-Szene ihn in den späten 80ern entdeckte, war es bereits hoffnungslos zu spät
Was Toyota in den 70ern und Mitsubishi in den 80ern, das waren Hyunda, Daewoo & co in den frühen 90ern – schräge Designikonen, die sich gezielt am Europäischen Geschmack vorbei orientierten.
Aber:
Bald werden die cool aussehen – vollkommen gegen jedes Streamlining der Euopäer, eigenartig barock und… Stylish! So, wie vor ein paar Jahren, als die Leute den frühen Celica und den Camry entdeckten – sowie den ultracoolen Toyota Crown.
Nur: Das war der Moment, wo man gleichzeitig feststellen musste, dass die zwar cool aussahen, dass es sie aber faktisch einfach gar nicht mehr gab.
Zunächst einmal glänzten die, wie eben auch die Hyundas und Daewoos in den 90ern, durch unfreiwllige Exklusivität – dann wurden sie geschunden, weil sie billig waren – dieses Schicksal kennen wir auch von den Japanern…
Dann jedoch landeten auch noch einige auf dem Schrott, um 2500€ Abwrackprämie für einen langweiligen Lupo zu bekommen…
Faktisch findet man daher also schon jetzt kaum noch ausreichend Hyundais, Daewoos und Kumpanen. Ganz schlimm wird es gar, wenn man sich nach der zwischenzeitlich verstorbenen Mistubishi-Klon-Marke Proton aus Malaysia umsieht.
Wer also den Fehler der Japanischen Youngtimer nicht wiederholen will, der sollte JETZT zuschlagen – und eins ist sicher – die Preise gehen von jetzt an nur noch in eine Richtung: Nach oben.
Fortschritt frisst Fortschritt
Alle heulen im Moment über die Hitze und keiner kann plötzlich mehr ohne Klimaanlage leben…
Mein Dad, der wie so viele Rentner praktizierender Youngtimerfahrer ist, allerdings dadurch, dass er den Wagen einfach behalten hat, lacht sich dann immer kaputt. „Früher hatte kein Mensch eine Klimaanlage im Auto und niemand hat rumgeheult“.
So auch sein 92er Jetta – und ich muss ihm recht geben: Früher war alles besser…. ;->
Schauen wir allerdings auf die Generation der Fahrzeuge, die jetzt gerade ins beste Youngtimer-Alter kommt, so geht diese Rechnung mit einem male dann nicht mehr auf, denn ab den frühen
80ern gab es plötzlich die Windgesichter – strömungsoptimierte Autos, bei denen der Windkanal das Design diktierte, komme, was da wolle.
Vertreter wie der Audi 100 ab 1982, der Ford Sierra aus demselben Jahr, etc. Die Scheiben vorne schräg und hinten schräg; große gewölbte Glasflächen, die den Wagen praktisch jederzeit wie ein Gewächshaus aufheizen…
Und plötzlich geht einem ein Licht auf – es gibt einen Grund, warum heute alle Autos Klimaanlagen
haben: Sie heizten sich plötzlich permanent bis zur Unerträglichkeit auf.
Warum eigentlich? Weil strömungsgünstige Autos den Luftwiderstand reduzieren – und das senkt den Verbrauch. Das ist gut so – der Sierra beispielsweise hatte einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,34, während sein Vorgänger Ford Taunus, in dem es im Sommer nie abartig warm wurde, noch 0,40 hatte. Das bringt gut und gerne 0,8 Liter weniger Verbrauch.
Die flachen Scheiben jedoch sind größer – Glas ist das schwerste Material, das bei Fahrzeugen verbaut wird…. Schwere Autos brauchen mehr Sprit…
Und dann das: Eine Klimaanlage schluckt bei vollem Betrieb gut und gerne mal 0,5 – 0,8 Liter pro 100KM weg….
Irgendwie war das Design des Volvo 745 vielleicht doch ganz clever…
Kaviar für lau, Klappe, die erste
Ja, mein Sohn – eines Tages wird das alles hier Dir gehören….!
So fühlt man sich auch heute noch, wenn man im 93er Mercedes W140 aka S-Klasse Platz nimmt.
Wenn es ein Fahrzeug in der Youngtimer-Liga gibt, das die Inkarnation von DEKADENZ liefert, dann ist es diese S-Klasse.
Auch 20 Jahre nach ihrem Erscheinen ist sie immer noch respekteinflößend – eine Qualität, die es heute im Grunde nicht mehr gibt – dieses Auto duldet keinen Widerspruch; nicht im Stadtverkehr und auf der linken Spur der A7 hinter Würzburg schon mal gar nicht.
Wer ein gepflegtes Exemplar für max 3.000 Euro sucht, muss sich einerseits vor Augen führen, dass ein vergleichbares neues Exemplar ab ~70.000€ zu haben ist – vorausgesetzt, man ist verzichtsbereit. Das bedeutet heute für den Mercedes Benz W140: Keine Scheu vor hohen Laufleistungen.
Unser erstes Exemplar hat satte 234.000 KM auf der Uhr – aber man sage, was man wolle: Qualität zahlt sich aus. Gemessen an den Omegas und Scorpios, die wir gesehen haben, halbe Laufleistung auf dem Tacho, erscheint die respektable S-Klasse maximal in Würde gealtert. Man würde sich nicht wundern, würde sich ein Vorstand eines DAX_Unternehmens auch heute noch mit einem Wagen dieser Art durch die Lande chauffieren lassen.
Aber wie schon vor Jahren beim W116 und W126 liegt die Tücke im Detail – und hier versteckt sich bei entsprechendem Wartungsstau schon mal ein Problem in der Größe eines aktuellen Kompaktwagens.
Deshalb gilt hier nach wie vor: Vorsicht bei zu vielen Besitzern! Die neuen Kfz-Papiere zeigen es nicht mehr so klar – aber leider zeigt sich auch hier im Gespräch: es müssen alleine 4 Besitzer in
den letzten 3 Jahren gewesen sein – und das spricht Bände.
Mag de Wagen im Ambiente noch so schön sein – schnell zeigt die Probefahrt ausgeschlagene Achsen und Lager – unser angehimmelter Benz „schwimmt“ – das kannte man auch schon beim Vorgänger.
Der seidige 8Zylinder des S500 läuft immer noch fantastisch, die Automatik soooo smoootthhhh – fühlt sich an, als würde der noch bis 400.000 durchhalten, wenn man ihm gescheites Synthetik-Öl einschenkt. Aber genau hier fehlt es… Innenraum gepflegt, Achsen übel, ATF schwarz, Servoflüssigkeit exakt auf dem MIN-Strich…
Man könnte das locker für ein gescheites Geld reparieren, zumal der Besitzer von 3600 auf 2800 runtergehen will – und wir sprechen immer noch von einem Oberklasseauto. Der Bauch sagt: Nimm ihn – das Velours ist wie neu!! Aber das Hirn sagt: Walk on, there are enough chances left out there…
Aber für den ersten Versuch: ein geiles Gerät!
Deepwater Horizon
….ui ui ui, wie Samson sagte
Ich hatte ihn ignorieren wollen – aber da ist wirklich ein Ölfleck unter dem 126er….
Also – ab in die Mietwerkstatt und den Wagen hoch auf die Bühne gefahren, da soll es mir auf die Mark Fuffzich nicht ankommen – und dann das: Nix zu sehen.
Aber hey… da ist ein Fleck – unter dem Benz der Benze… duldet das Experimente?
Also – ab in die Garage und eine Nacht Zeitung unter den Youngtimer und am nächsten Morgen draufgeschaut. Die bittere Wahrheit: ja, da ist was – und zwar eher mehr als gestern, wenn mich nicht alles täuscht.
Also: ab zum BenzMann.
Bei dem weiss man ja schon, dass es teuer wird, auch wenn nix ist…
Aber erstaunlich genug: Der Benzmann ruft mich nach kaum 2 Stunden an und sagt mir, dass der 126er eine neue Dichtung brauchte, Kostenpunkt 84Euro, incl Mwst und Einbau und gibt mir meinen Wagen mit den Worten zurück: „Übrigens – obwohl Ihr Wagen jetzt 22 Jahre alt ist, können wir immer noch alle Ersatzteile bekommen – gute Fahrt!“
Es gibt einen Youngtimer-Gott ;->
YT126
Kaviar für lau
geläutert ziehen wir von Dannen…
Wir haben die Fähnchenhändler gequält…
Wir haben das Internet gequält…
Für einen historisch kurzen Moment haben wir gar darüber nachgedacht, mal wieder die Kleinanzeigen zu bemühen – aber alles, was wir gesehen haben, war bitter. Verlebte, verloderte Scorpios, verrottete, Verlebte Omegas.
Die Bürgerliche Mitte hat schon immer daran gekrankt, dass sie erst verlebt werden und nur ein geringer Teil in liebevoller Erstehandqualität erhalten bleibt.
Aber ausgerechnet die sind nun über die letzten Jahre wohl von der Verschrottungsprämie getötet worden.
Wir tragen feierlich zu Grabe: Youngtimer der gehobenen Mittelklasse.
…Du musst auch verlieren können
Aber kann das alles sein?
Niemals.
Auf unseren Streifzügen ist doch eins hängen geblieben: Nie waren die Zeiten besser für PROJEKT PULLACH…!
Und plötzlich fühlen wir uns wieder wie damals, denn die Eckdaten sind die, die uns schon als Jungen getriggert haben, damals, als nur der W116 und der erste 7er die Kriterien erfüllen konnten:

- Oberklasselimousine – die Vorstandlimousinen unserer Väter
- V8 gerne gesehen
- handgewaschener Zustand
- Leather welcome
- unter 3.000 DM
…ups – Euro natürlich.
Die Augen glühen, der alte thrill of the chase ist wieder da :->
Kanzlerlimousine, here we come!
Standartenträger
Als ich klein war, gab es eigentlich nur eine Art Auto, die Flaggen tragen durfte: Staatslimousinen.
Heute darf man eine Deutsche Flagge plötzlich auch an eine Passat TDI oder einen Fiat Grande Punto tackern und ist damit gut angezogen
Abgesehen davon, dass ich nie gedacht hatte, dass man mit Deutschen Flagge in verschiedenen Formen je wieder Geld verdienen können würde, fällt dem Youngtimer-Auge natürlich noch etwas ganz anderes
auf: Staatstragende Limousinen vom Schlage eines ZIL oder W116 sind vollkommen vom Aussterben bedroht – ebenso wie der zu ihnen mental voll zugehörige V8.
Motoren nähern sich gerade durch Aufladung selbst in der Mittelklasse wieder dem an, was in meiner Kindheit Kleinwagen-Niveau war – der kommende Jetta debütiert selbst in den USA mit einem 1,2 Liter TSI Motörchen – in Spitzenzeiten galt das in den USA als vernünftiger Inhalt für EINEN Zylinder – aber sicher nicht für einen ganze Motor!
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Daimler noch einmal zu einem 6.9er hinreissen lässt, ist somit auch geringer als je zuvor – und vor dem 160SEL graut es mir irgendwie…
Also kann der Rat hier nur lauten Zuschlagen: Billiger werden die 126er und 140er nicht mehr – eher im Gegenteil.
MHYT
Goldgräber der Gegenwart: Schluss mit lustig
Projekt Sulzemoos wird unversehens zu einem kleinen Waterloo….
Zur Erinnerung – Die Aufgabe: Die letzten bürgerlichen großen Familienwagen Opel Omega als und Ford Scorpio als Youngtimer zu erwerben – nicht zu viel Geld ausgeben, kein verlebtes 200′ KM-Exemplar, sondern gediegene Rentnerquality.
Früher hätten wir das schnell noch Freitags vor der Sportschau erledigen können – heute jedoch stellt es den begabten Youngtimer-Fan scheinbar vor schier unlösbare Aufgaben.
Nicht mal, weil die angeschauten Exemplare dem Test nicht standhalten – es gibt vielmehr nicht viel zu sehen.
Grundsätzlich ist das klar: die Bürgerliche Mittelklasse wird geschlissen und traditionell immer erst dann als Kulturgut erkannt, wenn sie gerade dabei ist, schon von der Strasse zu verschwinden.
Die Abwrackprämie tut ihr übriges. Dennoch: Beide Wagen wurden doch zu Lebzeiten zu Hunderttausenden verscherbelt – ein paar müssen da doch übrig geblieben sein.
Zeitgenössische BMW E34und Mercedes W124 finden sich zuhauf; selbst exklusivere Mobilie wie der Saab 9000 oder Volvos der 740er/760er Reihe – die gibt es übe
rall….
Heute dann ein kleiner Lichtblick: Ein wirklich gut gepflegter Omega, hinten beim Schrauber auf’m Hof. Zeitgenössisch vertraute Farbe, der Glanz vergangener Spiessertage – aber leider den 88PS-Motor. Mit dem war der Omega nicht nur schon zur Lebzeiten untermotorisiert und von koffeinfreiem Spass und Kränklichkeit gezeichnet – der Motor ist auch nicht belastbar. Und vom angepeilten 6Zylinder so weit entfernt wie Rüsselsheim von Detroit…
Wir haben uns dann sogar schon dabei ertappt, wie wir auf einen Mazda Xedos geschielt haben.
Ein sehr lässiger Hingucker, auch im Detail für Fähnchenhändler Standard gescheite Quality. Aber ihm fehlt das spießig väterliche irgendwie, oder?
Schalten Sie also auch morgen wieder ein, wenn Sie Doktor Bob sagen hören „Ich werde jetzt mal einen Blick in die Kleinanzeigen werfen….“
MHYT
Wir alle haben einen
Grund, Youngtimer zu fahren.
Wenn wir uns umhören, ist der beliebteste: „Ich wollte endlich mal die Autos haben, die ich als Kind bewundert habe / mir als Jugendlicher nicht leisten konnte – und jetzt sind sie billig.“
Ein weiterer wichtiger Grund, über den die Leute schon eher nach dem zweiten Bier sprechen, ist natürlich „früher war alles besser – also äh… ich meine… irgendwie heimeliger…“
Klar, jetzt, wo Oma tot ist, vermisst man den Mohnkuchen dann doch schon irgendwie. Aber eben auch die Verloursitze des Rekord E und seinen brummigen
Bass, begleitet von…
Ja! Genau – diese Musik.
Boten die 90er Jahre wohl die historisch schlimmste Desorientierung, so wird ja wohl Niemand behaupten wollen, dass in einen guten Youngtimer nicht ein Tape mit Foreigner, Madness, Genesis und Queen gehört!
Ein echtes Problem nur: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die Musik bekommt ja ohne Mühe in der Oldie-Ecke von ITunes – aber Cassetten? Hab das kürzlich mal versucht und bin um
hergeirrt, um für mein zeitgenössisches Blaupunkt „Hamburg“ eine gescheite C90, Chrom versteht sich, zu erwerben – ein hoffnungsloses Unterfangen.
Standard-Antwort ist Bundesweit, Dialekt-Unabhängig „HÄ?“
Das goldigste Erlebnis bescherte mir ein junger Bub, Azubi-Alter, der auf die Frage „wo haben Sie denn hier Cassetten?“ nicht nur mit HÄ?, sondern mit „Was soll denn da drin sein?“ reagierte.
Obwohl ich ein Band darin vermutet hatte, dauerte es einige Zeit, bis wir gegenseitig das Problem begriffen – der AZUBI hatte sich scheinbar eher etwas vom Schlage einer Schmuck-Cassette oä vorgestellt.
Erstaunlich, wie schnell man sich mit seinem Wagen in einer Parallelwelt befindet – Kulturschock.
Und plötzlich verstehe ich meinen Vater, wie er mir vom Ponton-Mercedes Erzählt und warum der für ihn immer noch so präsent ist…
Und dann sehe ich mich, wie ich meinen Kindern demnächst erkläre
- „Weisst Du – unsere Computer damals, die hatten keine Festplatte“
- „Ja, wir haben die Programme von einem Diskettenlaufwerk geladen!“
- „Diskette?“
- „Ja – und davor sogar von einer Casette!“
- „Eine Casette? Und was war da drin?“
….gute Nach, John-Boy
HSYT
Kulturschande Abwrackprämie
„Die hoams die oiden kist:n von ieahrm Opa neibroacht, ham’s die“ - was auf Hochdeutsch in etwa soviel heissen mag wie „Einige Kunden haben auch sehr alte Fahrzeuge aus der Verwandtschaft verwendet, um die Abwrackprämie zu erhalten“ … so zumindest schien es uns aus dem Kontext heraus.
Schauplatz: eine Großstadt in Deutschland im [kalendarischen] Sommer 2010 – Projekt Sulzemoos: die Suche nach den letzten bürgerlichen Youngtimern Deutschlands – Ford Scorpio und Opel Omega A – ersterer löste den seligen Granada ab und wurde mutiger weise immerhin von 1985 bis 1998 gebaut, den Omega A stellte Opel bereits 1993 ein und ersetzte ihn durch den Omega B – was sicherlich eine gute Idee war; hatte der Wagen doch – ähnlich dem Kadett E – den Ruf des zuverlässigen Opels nachhaltig ruiniert.
Im Falle des Omega übrigens alles andere als zu Recht – ein paar waren Müll, aber die späteren Jahrgänge waren ohne Tadel.
Beide Wagen haben heute Charme…. Würde man nur einen finden!
Was ist passiert auf dem Deutschen Markt? Youngtimer sind wie weg gefegt, seit die Abwrackprämie von 2.500€ bei Verschrottung von Altautos half. Einen ähnlichen Dienst erwiesen uns 2003/2004
bereits die neuen Garantie-Regelungen bei Gebrauchtwagen, aber im Gegensatz zu dem, was wir hier heute erleben….? Horror!
Da zuckt nun der gemeine Fähnchenhändler mit seinem geschotterten Hof mit den breiten Schultern und erklärt in korrektem Feilscher-Deutsch – „Hier nix, alle Iran – oder Che-rott, wegen Prähm-je“
Und anstelle der spannenden Benzin-Gespräche, von denen wir geträumt haben [„Der 6Zylinder schnurrt wie ein Kätzchen – mein Vater hatte in den 80ern auch so einen, die halten eeeewig!“ werden hier vielmehr hinter vorgehaltener Hand Verschwörungstheorien gemunkelt.
Da erzählt uns ein Typ „Das mit dem Verschrottung…. Alles gelogen! Die Kisten sind alle in den Libanon gegangen – gerade die großen wie Omega und Scorpio. Der Omega B ist auch schon da, vor allem die Kombis. Schiffeweise haben sie die damals aus dem Land…. Und noch kassiert wie die Irren….“
Akte X der Gegenwart, nur die Benzingespräche und die schönen grossen jungen Klassiker mit den schnurrenden 6Zylindern – die fehlen irgendwie. Sollten die goldenen Youngtimer Zeiten vorbeier sein, als man meinen würde?
Einen haben wir dann am Ende doch gefunden…Verbrauchter Zustand, Rost an allen schlimmen Stellen, aber dann doch ganz leicht zu finden - obwohl er auf den ersten Blick trotz 175.000 KM ganz gut aussieht ….
Das wird ein weiter weg….Die Zeiten haben sich geändert.
HSYT
Pellkartoffeln mit Quark
alter ist relativ: es gibt autos, die sind zum youngtimer bestimmt und solche, die es nicht sind.
alter und youngtimer status sind aber auch relativ.
fragt man leute, welche autos sie als youngtimer empfinden, so sind das häufig die autos ihrer jugend, die fahrzeuge, die papa damals hatte, als man selbst noch nicht fahren durfte, aber schon genau
beobachtete, wie man einen schalthebel vom zweiten in den dritten gang schiebt und dass der linke fuss dabei eine signifikante rolle zu spielen scheint.
spreche ich mit den kids, die zu der zeit, als ich vom rücksitz aus beobachtet habe, gerade auf die welt kamen, so sind deren youngtimer naturgemäß andere.
aber dann gibt es die, die einfach keiner so recht will.
der golf zum beispiel, der ist so ein auto – oder der kadett, speziell der letzte. das ganze leben über leute von a nach b bringen ohne viel zu murren – das ist ihr job. gegen solche autos kommt dann ein scorpio oder omega a schon beinahe daher wie eine gala-größe von herrschaftlicher gestalt.
ausserm waren sie die letzten helden der bürgerlichen klasse – als opel und ford noch große autos mit heckantrieb gebaut haben und nach ausstattungslinie wie „diamant“ im programm hatten.
und deshalb zollen wir den 80er jahren nun respekt und machen uns auf die suche nach genau so einem im projekt SULZEMOOS!
Die Eckdaten
- unter 1.500€
- jede menge tüv
- guter zustand [rentner]
- unter 150′ auf der uhr
es muss nicht immer kaviar sein…. obwohl: ein 6zylinder wär schon schön…
MHYT




